Die Entstehung der Stiftung Lebensraum Rheingau-Taunus

Seelisch erkrankten Menschen dabei zu helfen, ihr Leben wieder selbstständig zu gestalten, ist eine ebenso ehrenvolle wie notwendige gesellschaftliche Aufgabe.

100 Jahre nach der Gründung des Eichberger Hilfsvereins für entlassene Geisteskranke wurde 1984 erneut ein Hilfsverein ins Leben gerufen – mit dem Ziel, die Versorgung seelisch erkrankter Menschen in der Region nachhaltig zu verbessern.

Der neue Verein trug zunächst den Namen Hilfsverein für seelisch Kranke Eichberg e.V. – ein Ausdruck des Engagements von Mitarbeitenden des Psychiatrischen Krankenhauses Eichberg, die maßgeblich an der Gründung beteiligt waren.

Bis 1986 konzentrierte sich die Arbeit des Vereins vor allem auf die finanzielle Unterstützung von Freizeitaktivitäten für Patientinnen und Patienten des Krankenhauses – finanziert aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und weiteren Einnahmen.

Im Laufe des Jahres 1986 übernahm der Verein neue Aufgaben: Der Fokus verlagerte sich auf die Betreuung seelisch erkrankter Menschen außerhalb des Krankenhauses. Es entstanden erste ambulante Angebote, insbesondere das Betreute Wohnen und der Berufsbegleitende Dienst.

1997 wurde mit der Tagesstätte ein weiterer wichtiger Baustein der gemeindepsychiatrischen Versorgung aufgebaut. 2006 übernahm der Verein zudem die Trägerschaft der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle – und erfüllte damit die Aufgaben eines Psychosozialen Zentrums (PSZ) im Rheingau-Taunus-Kreis.

Im Jahr 2016 entschied sich der Verein, seine Arbeit auf eine langfristige, stabile Grundlage zu stellen – und gründete die Stiftung Lebensraum Rheingau-Taunus, die seit Januar 2017 als Stiftung bürgerlichen Rechts anerkannt ist. Das gesamte operative Geschäft wurde auf die Stiftung übertragen. Der Verein, der mittlerweile den Namen Lebensraum Rheingau-Taunus e.V. trägt, fungiert seither als reiner Förderverein zur Unterstützung der Stiftungsarbeit.

Organigramm

Organigramm der Stiftung Lebensraum Rheingau-Taunus, Stand Juni 2026

Gremien der Stiftung

Der Vorstand

1. Vorstandsvorsitzender:
Winfried Steinmacher (Bürgermeister Kiedrich)

2. Vorstandsvorsitzende:
Gabriela Deutschle (Diplom-Psychologin)

Schatzmeister:
Hans-Joachim Damm (Ehemaliger Geschäftsführer)

Schriftführer:
Wolfgang Dinter (Diplom-Pädagoge)

Beisitzer:
Franz Horne (Ehemaliger Verwaltungsdirektor)
Edwin Kaiser (Ehemaliger Kaufmännischer Direktor)
Michael Damm (Versicherungskaufmann)

Geschäftsführung

Geschäftsführer:
Christoph Röhrig

Das Kuratorium

Paul Meuer (Vorsitzender der Stiftung)
(Ehem. Vorstandsvorsitzender der Rheingauer Volksbank)

Georg Mahr (Stv. Vorsitzender der Stiftung)
(Rechtsanwalt)

Hans-Josef Brühl
(Ehem. Direktor der Theißtalschule in Niedernhausen)

Arno Goßmann
(Ehem. Bürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden)

Christian Aßmann
(Bürgermeister der Stadt Geisenheim)

Jürgen Helbing
(Ehem. Bürgermeister der Stadt Lorch)

Aloys Jäckel
(Ehem. stv. Heimleiter der Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste Rheingau)

Frank Kilian
(Landrat a.D. des Rheingau-Taunus-Kreises)

Patrick Kunkel
(Bürgermeister der Stadt Eltville)

Carsten Sinß
(Bürgermeister Oestrich-Winkel)